Gemeinsam
erhaltenswerte
Gebäude retten

Hilf mit, unseren
Bestand zu retten
!

Erhaltenswerte Gebäudesubstanz muss gerettet werden!
Deshalb rufen wir die Bürgerschaft dazu auf, Objekte einzureichen und gemeinschaftlich mit unseren Partnern Rettungsperspektiven zu eröffnen.
In bestehenden Strukturen ruht ein unschätzbarer Wert an gebauter Geschichte, die kurz davor steht, für immer zu verschwinden. Häuser, die im Alltag für viele unsichtbar sind, bilden blinde Flecke im Stadtbild. Sie bergen ungenutzte Potentiale für Lebensorte und tragen ein Erbe, das wir bewahren wollen.

Die Orange Liste strebt danach Abriss und Leerstand entgegenzuwirken um Potentiale sichtbar zu machen und erhaltenswerte Architektur zu retten.

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Sind Eigentümer:innen bekannt?

Wie läuft der Prozess ab?

Schritt 1: Überprüfen &
 Kategorisieren
Nach der Einreichung wird das Objekt von unserem Team geprüft und angelehnt an die Methodik der renommierten Denkmalforscherin Dr. Diana Wiedemann kategorisiert. Hierbei wird das Gebäude vier möglichen Farben zugeordnet, von rot bis grün – von nicht erhaltensfähig zu gerettet.

Schritt 2:
 Veröffentlichen & 
Vernetzen
Nach der Veröffentlichung in der „Orangen Liste“ wird das Objekt der Öffentlichkeit und einem bundesweiten Netzwerk aus diversen Expert:innen zugänglich gemacht. Somit ist der Grundstein gelegt, um Rettungsmaßnahmen einzuleiten.

Was bedeuten die 4 Farben?

Rot: Die Objekte sind nicht zu retten.
Die Gebäudesubstanz ist qualitativ in einem zu schlechten Zustand, dass aus technischer Sicht keine Sanierung möglich oder die Rahmenbedingungen für eine Projektentwicklung nicht geeignet sind.

Orange: Die Rettung dieser Objekte ist äußerst herausfordernd.
Aufgrund ihrer Komplexität benötigt es Expertise, Erfahrung und kreative Lösungen, um die geeigneten Revitalisierungsstrategien zu initiieren.

Gelb: Die Rettung dieser Objekte gestaltet sich weniger komplex.
Die Bausubstanz ist gut handhabbar und ermöglicht eine Belebung sowie Weiternutzung der Gebäude mit verhältnismäßig einfachen Maßnahmen.

Grün: Diese Objekte sind gerettet!
Erfolgreich gerettete Projekte dienen als Inspirationsquelle und werden von der Kategorie Orange/Gelb auf Grün umgestellt. Diese Beispiele geben Hoffnung und zeigen Wege für die Transformation unseres Gebäudebestands auf.

Bewahrung als Verpflichtung
Die Bewahrung von Häusern vor dem Abriss ist nicht nur ein Akt des Erhalts, sondern die Verpflichtung, kommenden Generationen eine Zukunft zu sichern. Denn wir stehen an einem entscheidenden Punkt: Welches materielle und immaterielle Erbe wollen wir unseren Kindern und Enkeln hinterlassen?

Die Entwicklung von Projekten zur Gesundung von Mensch, Gesellschaft und Planet beginnt oft mit dem Schutz und der Wertschätzung des Bestehenden. Wenn wir eine echte Energie- und Bauwende anstreben, müssen wir den Blick auf den vorhandenen Gebäudebestand richten.

Ressourcenverbrauch und Umweltbelastung
Unser Planet leidet unter einem enormen Ressourcenverbrauch – wir nutzen das 1,75-fache dessen, was uns zur Verfügung steht. Die Baubranche trägt mit 38 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen erheblich zur Umweltbelastung bei. Bauabfälle machen mehr als die Hälfte der jährlichen Abfallmenge in Deutschland aus. Eine alarmierend niedrige Sanierungsquote von 1% (im Vergleich zum angestrebten Ziel von 4% gemäß des 1,5°C-Ziels) verdeutlicht die Dringlichkeit, bestehende Strukturen zu erhalten und zu revitalisieren.

Doch es geht nicht allein um Zahlen und Daten – vielmehr steht unsere Gesellschaft im Fokus. Kulturelle Treffpunkte und identitätsstiftende Objekte weichen zunehmend anonymen Neubauten, während die Ortskerne langsam sterben. Wir alle können einen Beitrag leisten, indem wir ungenutzten Gebäudebestand in der Orangen Liste sichtbar machen. Dadurch schärfen wir das Bewusstsein für die Bedeutung des Erhalts historischer Bauten und fördern aktiv Sanierungsprojekte sowie eine nachhaltige Stadtentwicklung. Gemeinschaftlich bewirken wir Veränderungen, die weit über den Erhalt von Mauern hinausgehen – wir bewahren Identität, schaffen Lebensqualität und gestalten eine Zukunft, die auf Verantwortung und Nachhaltigkeit beruht.

Die OrangeListe wurde aus der praktischen Arbeit im Bauen im Bestand heraus initiiert.

Impulsgeberin ist die DenkMalRegenerativ GmbH, ein spezialisiertes Planungs- und Entwicklungsbüro mit umfassender Erfahrung in Sanierung, Umnutzung und Revitalisierung bestehender Gebäude. DenkMalRegenerativ bleibt der Initiative als fachliche Treiberin, Initiatorin und zentrale Unterstützerin eng verbunden. Bauliche Expertise, Netzwerk und Umsetzungswissen fließen kontinuierlich in die Arbeit ein.
Die KU Kreatives Unternehmertum gGmbH übernimmt als gemeinnütziger Träger die Verantwortung für die Bereiche Bildung, Befähigung, Forschung und unternehmerische Entwicklung. Ziel ist es, Menschen und Organisationen in die Lage zu versetzen, Bauwende im Bestand eigenständig umzusetzen. Lernen, Erproben und Handeln werden systematisch miteinander verbunden.

Durch diese Struktur entsteht ein belastbares Fundament, das Praxis und Bildungsarbeit zusammenführt und die OrangeListe langfristig stärkt.

Heute ist die OrangeListe darüber hinaus ein kollektives Vorhaben. Sie ist mehr als ein Projekt einzelner Akteur:innen und versteht sich als offene Plattform für alle, die sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung von Gebäuden einsetzen wollen.
Die OrangeListe wird getragen von einem wachsenden Netzwerk aus engagierten Bürger:innen, Fachleuten, Initiativen, Kommunen, Hochschulen und weiteren Partner:innen. Sie ist bewusst offen angelegt und lädt zur aktiven Teilhabe ein.

Die Bau(kultur)-wende braucht eine starke Haltungsgemeinschaft – deshalb haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die vielfältigen Stimmen der Baubranche zusammenzubringen, um gemeinsam gegen Abriss und Leerstand vorzugehen. Unser Netzwerk bildet eine breite Palette von Expert:innen aus verschiedenen Bereichen der Gesellschaft und Fachbereichen ab.

Was uns und unser Netzwerk verbindet, ist der Fokus auf Erhalt von Gebäuden.

Die Haltungsgemeinschaft besteht aus Partner:innen, die aktiv durch Spenden und Sponsoring unterstützen sowie ideellen Mitstreiter:innen, die durch ihr Wirken im Hintergrund für öffentlichen Rückhalt sorgen.

Hauptinitiatorin & Bildungspartnerin

Partner:innen

Um die Fachthemen und Inhalte der Kampagne auch in einen gesellschaftspolitischen Diskurs zu übertragen, wurde ein Schirmherrschaftskomitee der OrangeListe in's Leben gerufen, welches sich aus politischen Vertreter:innen aus den Ländern und dem Bund zusammensetzt. Ihre Vision für eine nachhaltige und bewahrende Baukultur macht sie zu unverzichtbaren Partner:innen in unserem Bestreben, den bedrohten Bestand zu retten und zukunftsfähige Lebensräume zu schaffen.